BAe (HS) Harrier GR Mk.1

BAe (HS) Harrier GR Mk.l
Erdkampf- u. AufklÀrungsflugzeug; Senkrechtstarter


Hersteller: Hawker Siddeley/British Aerospace Company (Großbritannien)


Besatzung: 1 Pilot


Triebwerk: 1 Rolls-Royce Pegasus Mk. 103 Turbofan-Triebwerk


Schub: 85,4 kN


Abmessungen:
Spannweite: 7,70 m
LĂ€nge: 14,20 m
Höhe: 3,45 m


Gewicht:
Leergewicht: 5.440 kg
Abfluggewicht: 7.260 kg


Flugleistungen:
Höchstgeschwindigkeit: 1.185 km/h
Dienstgipfelhöhe: 15.240 m
Einsatzradius: 1.335 km


Bewaffnung: 2 Aden-Kanonen (30 mm) und 2.404 kg Waffenlast an vier AußenlasttrĂ€gern unter den TragflĂ€chen


Erstflug: 31. August 1966



Das ab 1965 mit „Harrier" bezeichnete Muster wurde schnell zum Inbegriff des senkrechtstartenden MilitĂ€rjets. Das inzwischen „Pegasus" genannte Turbofan-Triebwerk mit umlenkbaren Schub lĂ€sst Starts und Landungen unter widrigsten Bedingungen zu.
Die Baureihe ging aus Versuchen mit VTOL (Vertical Take Off and Landing) Flugzeugen hervor, die 1957 begannen. Sir Sidney Camm (Hawker Airkraft) und Dr. Stanley Hooker (Bristol Siddedeley Engines) entwickelten auf der Basis des Turbofan-Triebwerkes BS.53 ein taktisches Kampfflugzeug: Jeweils zwei im mittleren Teil des Hochdeckers paarweise angeordnete, maximal 930 abwĂ€rts schwenkbare DĂŒsen drĂŒckten mit ihrem Abgasstrahl den Jet nahezu senkrecht nach oben und gegebenenfalls rĂŒckwĂ€rts. 1964 mĂŒndete die Entwicklung schließlich in das Modell Hawker Siddeley P. 1127 Kestrel FGA Mk. 1.
In Großbritannien wurde zum Test dieses Typs eine Staffel mit FlugzeugfĂŒhrern aus dem Herstellerland, der Bundesrepublik Deutschland und den USA gebildet. Der erste Harrier Mk. 1 wurde 1969 von der Royal Air Force in Dienst gestellt. Unter der Bezeichnung AV-8A setzte auch das US-Marine Corps die GR.Mk1 ein. British Aerospace, die Ende der siebziger Jahre Hawker-Siddeley ĂŒbernommen hatten, entwickelten schließlich mit McDonnell-Douglas das Modell AV-8B (1978), das bei doppelter Waffenlast seine Reichweite ebenfalls verdoppelte.
Der ausgestellte Harrier der RAF war bei der No. 4 Squadron in Wildenrath eingesetzt.

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