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    Theater



    Die Erde ist ein Schauspielhaus,
    mit Stars und mit Statisten.
    Das Schicksal, es vergibt die Rollen,
    aus vorgefassten Listen.


    Die Listen, sie sind aufgegliedert,
    für verschiedene Foren.
    Und deine Rolle, sie steht fest,
    du bist hineingeboren.


    Doch welche Rolle du auch spielst,
    lass' deine Inbrunst fließen.
    Spiele gut! Denk immer daran,
    der Vorhang wird sich schließen.


    Denn jede Rolle geht zu Ende,
    und Zeit hat keine Not.
    Der Tag wird kommen, ganz bestimmt,
    an dem du aufwachst und bist tot!


    Dann siehst du den Regisseur,
    der das Drehbuch hat geschrieben.
    Für das Finale! Nimmt er die,
    die an ihn glauben, die ihn lieben!!


    © Helmut Becker

  • Willkommen Helmut,
    auch ich heisse Dich herzlich Willkommen. Dein Gedicht ist super geschrieben, klasse...
    Schliesse mich dem Barde ganz einfach und ehrlich an. Weiter so, und mehr von deiner Lyrik.
    Herrlich, so tolle Poeten hier zu haben. Hurra an Euch alle.
    Viele liebe Grüsse
     :hut:

  • Ein interessanter und tiefgreifender Gedanke das Leben mit einer Theaterrolle zu vergleichen, nach dem Motto: Das ganze Leben ist ein Spiel, und wir die Statisten, manche haben auch tragende Rollen.
    Ja, lieber Helbeck01, Du bringst uns diese Idee auf eine leichtfüssige, einleuchtende, und poetisch eindrucksvolle Weise nahe.
    Bei Dir, Helmut, merkt man auch den Hauch von Ironie, die uns ein Grinsen nicht verhehlen lässt.

    Der Tod in Gestalt des fallenden Vorhangs kommt unweigerlich, und zu jedem von uns, ganz egal welche, und wie groß unsere Rolle in dem Theater des Lebens ist.
    Und wenn ich nun deinen Reim richtig interpretiere, dann sollte man diese, uns Menschen vorbestimmte Rolle mit aller Kraft spielen. Denn am Ende zählt nur das gelebte Leben, weder das Sein, noch das Geld, die Macht, oder der Stand.

    Vor allem zählen die Begegnungen und Erfahrungen mit den anderen Akteuren in dem "Spiel des Lebens", und genau das alles nehmen wir mit ins Finale unseres Theaterstücks - wenn wir am Ende unserem Schöpfer begegnen, wie Du treffend schreibst, dem Regiesseur vom "Theaterstück des Lebens".
    Eigentlich ist das Leben ja auch hart, schwer und auch oft ungerecht. Doch Du, lieber Helbeck01 verleihst dieser manchmal schweren Kost vom Sein, Leben und Sterben eine schwebende Leichtfüßigkeit.
    Hoffe ich habe Dich nun weder falsch, noch übertrieben, interpretiert.
    Der Helbecksche Reim ist absolut geil, bessersuperklasse!

  • Vielen Dank lieber helbeck01,hast wieder wunderschön geschrieben,und ja..was wäre das Theater ohne uns Statisten...,


    der liebe Gott hat jedem von uns eine Rolle gegeben,die wir leben und spielen dürfen,und dann, am Ende der "Vorstellung"werden wir erst benotet..., liebe Grüße :hut: