Zölibat in der Katholischen Kirche abgeschafft

  • Der Papst denkt über die Abschaffung des Zölibats nach.
    Zölibat bedeutet das Versprechen, oder auch Gelübte, zu einem fortan ehelosen Leben. Kirchliche Würdenträger legen es bei ihrer Weihe ab, um zu bekräftigen, daß sie ihr Leben ganz und gar auf Gott ausrichten, überspitzt ausgedrückt: In der Zukunft mit Gott verheiratet zu sein, sich kompromisslos in den Dienst des Herrn zu stellen.
    Das Zölibat ist nach meinem persönlichen Empfinden eine tolle, gute Sache - ABER, nur, wenn es aus freiem, eigenen Willen abgelegt wird - NICHT, wie aktuell und seit Jahrhunderten praktiziert, wenn dieses Versprechen zur Ehelosikeit ein MUSS ist um in der Katholischen Kirche zum Priester oder Mönch/Nonne geweiht zu werden.
    Heute noch ist es so: Legt ein angehender Würdenträger dieses Gelübte nicht ab, kann er auch kein geweihter Priester, Mönch, Nonne, oder ähnliches, werden. Daher ist es in bezug auf die ureigenste Eigenschaft des Menschen, seine Sexualität zu leben, unabdingbar, den angehenden katholischen Priestern, Priesterinnen es zu ermöglichen sowohl Sexualität als auch Entsagung allen sexuellen trieben zu leben, und zu arbeiten.
    Gott ist Liebe und Liebe ist Gott

  • Leider sind viele Verantwortliche in der Katholischen Kirche auch Geheimniskrämer und Geheimnisträger. Würden sie den Menschen die Hintergründe erklären, warum nur Männer Priester werden dürfen, oder warum sie gegen die Verhütung kämpfen als ginge es um ihr Leben, dann wäre vieles leichter und einfacher. Es fehlt Transparenz - Besonders die Transparenz zu dem was Gott, Jesus Christus, sagen und entscheiden würde in den genannten Streitpunkten.
    Was sind die religiösen, göttlichen Voraussetzungen zu den Entscheidungsfragen um die es in der Gegenwart geht. Ist es nur die Aufrechterhaltung alter Sitten und Gebräuche, oder steckt ein für uns nicht erkennbarer Plan hinter den Meinungen der Kirche. Vor tausend Jahren im Mittelalter, als die das Weltliche noch sehr stark verwoben war mit dem Geistlichen hatten Bischöfe Frauen und Kinder. Da hatte das Volk, bestehend aus Bauern, Fischern, Arbeitern, Kriegern und den einfacheren Handwerkern nichts zu sagen, geschweige denn Frage zu stellen. Macht und Politik wurde mit dem Schwert entschieden und Lehenswirtschaft.
    Heute ist es umgekehrt, das Volk ist äußerlich frei, wenn man von den aktuellen Überwachungsskandeln absieht, die uns doch wieder ein Gefühl geben "Unfreie im Mittelalter" zu sein, aber die Kirche hat sich abgeschottet in ihren Ritualen und unverständlichen Dogmen, die fern unserer Vernunft und Intelligenz liegen.
    Im Grunde muss ich sagen, so gigantisch mein Glaube an Gottes Schöpfung, Liebe und Kraft auch ist, die Kirche hat stets getan was sie wollte, dies begann schon kurz nach Ende der Christenverfolgung, dem Ende des Römischen Reichs, und dem Einsatz von Konstantin dem Großen, der das Christentum einführte, und besonders seiner Mutter, die nach Jesus Grab in Jerusalem im 4. Jahrhundert n. Chr. suchen ließ.
    Ja, es steckt viel, viel mehr in der Geschichte als wir wissen, und noch mehr im Boden, wo ich hoffe, daß die Archologie noch viel mehr Wahrheit ans Tageslicht bringen wird.
    Selbst wenn ich wüsste, Jesus war nur ein gewöhnlicher Revoluzer, würde es meinem Glauben keinen Abbruch tun, denn er predigte das Gute, Hoffnung, Leben, Liebe, Kraft, Energie, Respekt und vieles Gutes mehr...

  • eigentlich gut wenn man sich selbst entscheiden kann ob man ehelos sein mag oder nicht,man hat ja auch gesehen das bei manche priestern die enthaltsamkeit auch zu sexuellen störungen führen kann!
    Die Missbrauchsfälle durch Priester sind ganz sicher durch die Enthaltsamkeit entstanden!

  • ich sehe das auch so-wenn man die natürliche Triebe die jeder Mensch hat, nicht ausleben kann, dann entstehen solche krankhafte Störungen, die sich als Perversion und Mißbrauch an Kindern, Tieren als paranoide Wahnverstellungen äußern kann und solche Menschen sind für die öffentlichkeit gefährlich. Bin auch dafür den Zölibat abzuschaffen, dann ist die Harmonie wieder gestellt und die Priester können offen ihre Sexualität ausleben -es wäre zu wünschen- :teufel:

  • Jeder sollte sein eigenes Leben nach seinen Wünschen ausrichten. Wenn ein Priester, oder ähnliche, sich dafür entscheiden, dann sollen sie es tun, aber dann auch danach leben. Das tun aber viele nicht und diese werden auch noch geschützt. Das ist eine widersprüchliche Angelegenheit.

  • Das schlimme ist ja die unterdrückte Sexualität bei den katholischen Priestern. Deshalb stelle ich mir folgendes vor:
    Es gibt fortan zwei Richtungen, die aber gleichberechtigt sind.
    Der eine Teil lebt so wie bisher, also ehelos und beziehungsfrei.
    Der andere Teil der Priesterschaft lebt in Beziehungen mit dem anderen oder gleichen Geschlecht.
    Die Priester werden erst gemeinsam geschult, und sobald sie ihre Entscheidung getroffen haben und spüren in welche Richtung sie tendieren, wie sie leben wollen, trennen sich die Wege. Damit ist gewährleistet, daß sie sich voll ihrem Beruf und dessen Ausbildung, also ihrer Berufung zu Gott, widmen können. Dadurch steht ihnen die eigene Sexualität nicht mehr im Wege.
    Man darf nämlich nicht vergessen, daß es weiterhin sehr viele geben wird, die ihr Leben ausnahmslos auf Gott und ihren Glauben ausrichten, dabei auch gar keine weltliche Beziehung führen wollen.
    Ich halte diese Trennung ab einem gewissen Grade für wichtig, weil damit erst gar kein Interessenkonflikt bei den Priester untereinander entsteht. Jeder trägt natürlich in sich selbst den Konflikt der richtigen Entscheidung für sich selbst aus, was aber normal ist.
    So könnte eine harmonische Koexistenz zwischen den beiden Gruppen entstehen.
    Dann gäbe es bestimmt in der Welt viele Mißbrauchsfälle weniger, der Anreiz Priester zu werden würde steigen, genauso wie das Ansehen der gesamten katholischen Kirche in der Bevölkerung.
    Was haltet ihr davon?

  • Man soll Gefühle nicht unterdrücken, sich nicht den Gefühlen entziehen. Bei den Priestern, die auch nur Menschen sind, mit allen menschlichen Bedürfnissen, wenn sie ihre Sexualität unterdrücken, kann das fatale Folgen haben, wie wir schon oft aus den Medien erfahren haben, wie Kindesmissbrauch, Vergewaltigung und, und, und. Die Priester lernen mit der Sexualenerergie umzugehen, durch Leitung ihrer sexuellen Lust nicht auf den Körper, sondern auf den Geist und Glauben. Damit die sexuelle Lust durch geistige Erfüllung vollendet ist. Oft ist aber dieses starke Bedürfniss nach sexueller Lust stärker als der Glaube an Gott.
    Sexualität ist die treibende Kraft die uns am Leben hält. Daher bin ich auch der gleicher Aufassung wie Duke, und bin auch dafür, daß die Priester selbst entscheiden sollen wie sie leben möchten. Beide Wege sind richtig, entscheidend ist aber das man mit dem Herzen und der Überzeugung stets dabei ist. Das ist ein sehr guter Vorschlag. Ich habe dazu auch zwei Beiträge in meinem Blog: "Vitalität durch Sonnenenergie" und "Liebe und Sexualität". Es wird endlich Zeit im 21. Jahrhundert die alten, nicht menschlichen, und krankmachenden Konventionen zu verändern.

  • Der Papst denkt über die Abschaffung des Zölibats nach? Wird auch langsam Zeit
    Es passt doch schon so lange auch begrifflich. Schließlich kommt poppen von Pope, oder nicht :D


    Nein im Ernst, dass ist eine so unsinnige Regelung. Dabei ist doch unter Kutte und Talar so viel Leben.
    Unzählige Messdiener werde es bestätigen