• MajestĂ€tisch steht er da,
    vom Alter sehr geprÀgt,
    denn er hat schon tausend Jahr,
    die Menschheit ĂŒberlebt.
    Einzigartig, wundergleich, steht er groß im Wald.
    In seinem eignem Heimatreich, so unberĂŒhrt und alt.
    Die Äste knorrig dick und hart, die Wurzeln sehr sehr lang,
    so wĂ€chst er stĂ€tig jeden Tag, des Baumes großer Stamm.
    Die BlĂ€tter saftig grĂŒn oval, an dem frischem Holz,
    fangen jeden Sonnenstrahl, stehen hoch mit Stolz.
    Wenn Wind durch seine Krone weht, knarrt und knackt es laut im Baum,
    doch seine Krone bleibt und steht, fĂŒllt auf den leeren Raum.
    So steht der Baum schon tausend Jahre,
    zufrieden frei ergrĂŒnt das Wahre.

  • Ein tolles Gedicht ĂŒber die StĂ€rke und UnvergĂ€nglichkeit der Natur im Gegensatz zu uns Menschen. Natur ist zwar auch vergĂ€nglich, aber nicht so sehr wie wir Menschen. Es ist schön im Einklang mit der Natur zu leben. Sie zeigt uns was wirklich wichtig ist im Leben. Töten wir sie, dann töten wir uns auch selbst.
    Nicht umsonst gibt es die Metapher der islĂ€ndischen und nordischen Kultur, der Edda, in der ein Baum als Ursprung alles Seins dargestellt wird. Es ist der Baum des Lebens. Er kommt ĂŒbrigens auch in der indischen Kultur vor. Glaube man spricht deshalb von unseren indogermanischen Vorfahren. Der Baum als Sinnbild von Vergangenheit, Gegenwart, und Zukunft und Lebensmittelpunkt der Welt, sowie ihrer Entstehung.
    Ja, Barde, Du hast den Kreis gezogen und wunderbar dargestellt.
    Gruss
     :hut: