• Ohne Ausdruck schweigend still,
    sitzt die Eule auf dem Weg.
    Sucht und findet nichts das will,
    denn sie fliegt nicht, weil sie geht.
    Das hat nichts mit Bier zu tun,
    nichts mit Schnaps, und nichts mit Wein.
    Denn die Eule gibt nie Ruh',
    will immer nur besoffen sein.
    SpÀt am Abend wird getaumelt,
    bis sie von den BĂ€umen baumelt.
    Ein Kreis aus Sternen vor der Stirn,
    von dem nÀchtlichem Gelage.
    Erinnerungen an die Schirn,
    den Sekt und Maskerade.
    Doch am nÀchsten Morgen gleich,
    liegt die Eule schwach und bleich,
    vor dem Waldlokal im Laub,
    keine Zeichen, gar kein Laut.
    So starb die Nachteul' zu betrunken,
    hat sich dem Leben abgewunken.

  • Eine schöner Reim ĂŒber die Dummheit sich jeden Tag zu betrinken. Ein lustiges Gedicht abgerundet von dem Hammerschlag am Ende.
    Super, gefĂ€llt mir, weil es den Wahnsinn und die Falschheit dieser Sucht bildlich darstellt, ĂŒbertragen auf die Eule.
    Bin zwar im Moment auch eine Nachteule, aber eine nĂŒchterne, die von Schlaflosigkeit verfolgt wird und die Arbeit vorĂŒbergehend in die Nacht verlegt.
    Viele GrĂŒsse