Alkoholsucht bekÀmpfen - So geht's ! ! !

  • So habe ich meine Alkoholsucht wirksam und konsequent bekĂ€mpft.
    So habe mir den Alkohol-Blocker Distraneurin, kurz Distra genannt, besorgt, und zur weiteren UnterstĂŒtzung Diazepam.
    Nach 3 Tagen ist der körperliche Entzug gebannt und weg.
    Du hast es geschafft.
    Was danach kommt ist die seelische AbhÀngigkeit.
    "Nein"zu sagen. Immer und immer wieder "Nein" sagen!!!
    Ich schreibe euch tĂ€glich genau auf, Beitrag fĂŒr Beitrag, wie sich der Entzug bei mir gestaltet, ferner, wie gut oder schlecht es mir geht.
    Je nach Grad der vorangegangenen Suchthöhe, also welche Art von Alkohol man wieviel und wie oft am Tag getrunken hat, ist fĂŒr eine Alkoholsuchterkrankung unrelevant. Viele Menschen neigen dazu ihre Sucht herunterzuspielen, zu verharmlosen, zu sagen "Mein Alkoholpensum war doch nicht so hoch. Schau' mal der oder die hat viel mehr getrunken, ode viel öfter, bei mir ist alles ganz anders. Knallhart gesagt sind genau solche SprĂŒche erwiesenermaßen und seit Jahrhunderten unverĂ€ndert der erste Schritt zum RĂŒckfall in die Sucht. Man muss wirklich nicht das ganze Leben Ă€ndern, wohl aber das Verhalten und die allesumfassende Einstellung zum eigenen Suchtverhalten. Es geht um das eigene Ego und FĂ€higkeit sich realistisch einzuschĂ€tzen. Einmal im Leben sagen "Nein das geht nicht. Ich schaffe es nicht einen geregelten Umgang mit Alkohol zu hinzubekommen, auch nach 10 bis 15 Jahren nicht. Es ist unglaublich sich einzugestehen ich bin Alkoholiker und darf niemals mehr Alkohol trinken. Selbst die StĂ€rksten haben die Pulle schon im Kopf, wenn sie lauthals meinen nach paar Jahren ist alles ausgestanden, man ist stark und schafft es nun ab und zu zu trinken. Keine Chance - No way - Mission unmöglich - Mission impossible

    SpĂ€testens jetzt wird jede Frau und jeder Mann das Fenster hier wegklicken und sich in die Scheinwelt flĂŒchten, doch, doch, das geht irgendwann. Ich bin so stark, ich schaffe es.

    Das schaffen auch Millionen, aber niemals solche die tĂ€glich den Alkohol gebraucht haben. Wir werden hier lernen, daß ein RĂŒckfall kein "Wollen-Nicht wollen oder Können-Nicht können" ist, sondern eine simple chemische Reaktion im Gehirn, der selbst kein Superheld entfliehen kann, der wir erbarmungslos unterworfen sind. Genauso wie der Tatsache, daß sich die Erde um die Sonne dreht.

    Doch zunĂ€chst begnĂŒgen wir uns damit wenigstens die Entscheidung treffen erst einmal ein paar Wochen oder Monate, nicht's mehr zu trinken.
    In meinem Fall 7 Jahre. Danach hatte ich einen RĂŒckfall, den ich auch dann wieder und schneller als erwartet mit den den gleichen Mitteln in den Griff bekam.
    Nix dagegen ein oder zwei GlĂ€ser Wein zu trinken, ab und zu, das geht, aber sich in Rausch zu flĂŒchten macht alles kaputt!
    Fazit "Ich bin wieder glĂŒcklich" und geniese das obige Motto "Geboren um zu Leben".


    Zitat

    Mein Lebensmotto heißt "Geboren um zu Leben" und das lebe ich nun wieder, mit gutem GefĂŒhl. Denn in mir ist steckt auch stets das ewige Kind. Jeder sollte öfters Kind bleiben, verrĂŒckte Dinge tun, und vor allem fĂŒr Kinder etwas tun.


    Link zum Lied von "Graf Unheilig" im Cosirex Musik Forum.


    Ich wĂŒnsche Euch auch viel GlĂŒck und Erfolg.

  • Hurra, die erste Woche ohne Alkohol !!!
    Ich hab's geschafft, bin glĂŒcklich und auch ein wenig stolz auf den Neuanfang.
    Ganz frei sein tut so guuut.
    Werde dieses erste JubilÀum feiern, mit 1 Kanne Kaffee, oder RedBull Cola oder Bullit, die billigere Variante.
    Ich freu' mich so..
    Was lange fiel wird endlich gut.
    Macht mit Freunde....lasst Euch gesund machen.
    Jedem wĂŒnsche ich die gleiche Kraft und StĂ€rke. Man kann das ganz alleine schaffen, aber hier findet ihr MitkĂ€mpfer, Helfer(innen) und Menschen denen man vertrauen kann.
    Jedem viel GlĂŒck und Erfolg dabei.
    HURRAAAAAAAAAAA.........!!!!!
    :kaffee:

  • Scheiße, ohne die Alkoholdröhnung hast'n unstillbaren Tatendrang.
    Weiß' gar net welchen Baum ich als nĂ€chstes ausreissen soll.
    Am besten meinen eigenen, laaach...mein Stamm...oh mann...
    Oder soll ich RĂŒsselsheim fahren und Idioten Ă€rgern. Nee, is' auch net fein. Also was jetzt?
    In Yahoo Chat gehen, wo mancherorts noch mehr Idioten sind, naja, die labern doch eh immer wieder den gleichen DĂŒnnschiss wie am Tag zuvor, am Tag zuvor, am Tag zuvor.
    Brinste neues Thema wie Frauenfußball WM, dann geht wieder glei' ĂŒber die fliegenden, wippenden Titten, sorry fĂŒr meine Ehrlichkeit, oder wenn sie breitbeinig ĂŒbern Rasen rutschen. Nee, in meiner Verfassung die Tage auch fehl am Platz.
    Gestern war ich im Raum fĂŒr die Ă€lteren Semester 50+ in That's Life und hörte mir deren GesprĂ€che an, stelle wieder mal fest "Je oller, desto doller", lach :crazy:
    Plötzlich hatten sie ein interessantes Thema, genau das Thema dieses Threads: Alkoholsucht.
    Alles klar, ich war ganz Ohr. Sie redeten ĂŒber Anita*, die, so hart die ZufĂ€lle sind im Leben, grad' mal in der selben Ortschaft wohnt wie ich und mit einem Webdesigner zusammen ist. Er kommt aus der Schweiz und scheint sich rĂŒhrend um seine Anita zu kĂŒmmern, in Bezug auf die Sucht. Die beiden sind bestimmt schon circa 6 Jahre ein Paar. Soweit, so gut.
    Eine Chatterin sagte, sie findet es toll, daß er bei ihr ist und das alles mitmacht. Andere sagten, nee, besser die Beziehung beenden.
    Meine Meinung war, die ich nur schriftlich, net auf Voice, Ă€ußerte, daß man wenn die Alkoholsucht dauerhaft ist, sich der Mann zum Co-AbhĂ€ngigen macht und sie indirekt und auch ungewollt, trotzdem die Sucht fördert.
    Ich schrieb, bei mir haben paar Monate, jeder ist einer zuviel, gereicht um viel kaputt zu machen. Ich wurde regelrecht zum Monster, so fĂŒhlte ich mich jedenfalls, da spielen saudumme Vorhaltungen, Eifersucht, die eigene Dummheit und Egoismus eine große Rolle. Man tut und sagt Dinge, die dem Alkohol entspringen, die man sonst nie sagen wĂŒrde.
    Es hilft nur eins, es gibt nur eine einzige wahre Lösung: Runter von der Sucht, und das konsequent. So wie jetzt bei mir. Und, die einen schaffen es gemeinsam, bei anderen ist eine Auszeit dienlich, in der man wieder zu sich kommt.
    Wie schon oben geschrieben im ersten Thread. 7 Jahre habe ich aus eigener Entscheidung nix getrunken, und ich fand's cool. Davor 3 Jahre mĂ€ssig konsumiert, und davor fast 10 Jahre keinen Alkohol auch aus freien StĂŒcken.
    Ich mag Alkohol von Haus aus nicht, gegen GlÀschen Wein oder Bier wÀre theoretisch nix einzuwenden, aber selbst darauf hab' ich keine Lust mehr.
    Geht es jedoch um harten Alkohol wie Vodka, Schnaps, WeinbrÀnde und was es noch so alles gibt, ist es schlecht.
    Nach meinen 7 Jahren Pause fing es auch ganz harmlos an, am Wochenende mal 'n Batida de Coco und dann wieder Woche oder zwei Pause. Das ging, damit konnte ich umgehen. Aber wenn man dumm ist und sich kontinuierlich steigert wird der Genuss zur Sucht.
    Diese werde ich nie mehr haben. Zuviel steht auf dem Spiel.
    Deshalb fÀllt's auch unendlich leicht "Nein" zu sagen.
    Habe auch Freunde, die mich dabei unterstĂŒtzen. So sind auch RealitĂ€tstests förderlich, nur muss man den Zeitpunkt klug wĂ€hlen, machst du den Test zu frĂŒh kann er in einem RĂŒckfall enden.
    Bei mir jedoch musste es frĂŒh sein. Ich will mir beweisen, daß ich's kann, und aus der damaligen Erfahrung weiss ich auch, wie gut das geht.
    So war ich am Wochende, schon nach nur einer Woche Abstinenz in der Pfalz in einer Strausswirtschaft mit Bekannten aus meiner Gemeinde. Wer weiss wie es in einer Strausswirtschaft abgeht, der kennt die engen Tische, wo andauernd nachgeschenkt wird, es sind ja fast ausschließlich Winzerbetriebe, die die Wirtschaften betreiben.
    Ich saß mit meiner Spezi dabei und war genauso gut drauf und lustig.
    Nun, jeder muss selbst wissen, wann fĂŒr ihn oder sie der Zeitpunkt fĂŒr so eine direkte Auseinandersetzung ist, bei mir hat's geklappt.
    Ich wĂŒnsche allen Menschen sich von ihren SĂŒchten zu befreien!
    - Weil ich leben will -

  • hi chesed, finde gut was du tust. alk entzug bringt nur gutes raus. mein mann hat das stationĂ€r gemacht mit den distras und noch andere pillchen, die seine entzugserscheinungen verbessert haben.
    wie ich lese warst du gar nicht so lang drauf. du nimmst die distras nicht mehr, stimmts? denn bei denen musst du stark aufpassen, nicht zuviel.
    die haben nebenwirkungen, wie fast alle medis, trotzdem hab ich mich wie immer schlau gemacht auf der webseite von den distraneurin, da steht is gefÀhrlich zu viel zu nehmen.
    nie mehr als vier auf einmal und besser nur auf station.
    weiter viel erfolg
    gruss

    Liebe ist die stĂ€rkste Macht der Welt, und doch ist sie die demĂŒtigste, die man sich vorstellen kann.
    Mahatma Gandhi

  • Hallo Websucherin,
    super, dich auch mal wieder hier zu sehen. Und das gleich nachts.
    Aber kann mich erinnern, daß du 'ne richtige NachtschwĂ€rmerin bist, deine BeitrĂ€ge kamen oft in der dunklen TageshĂ€lfte. Egal.
    Danke fĂŒr dein Interesse an dem Thema. Da du selbst durch dein Mann involviert warst hast du sogar richtig Ahnung.
    Sind jetzt 10 Tage und bin dadurch richtig froh und glĂŒcklich. Aber wie du siehst raubt mir irgendwas den Schlaf, denke das ist mein Schatz, die nicht da ist. Du kennst sie ja, ihr habt mal zusammen getippt 2009, lol.
    Ja, bei mir ist es schon vorbei mit dem Alkohol, der Rest ist einfach so weitermachen, stark bleiben und sich mit den schönen Seiten des Lebens beschÀftigen.
    Der Hammer ist, dir fallen plötzlich Sachen ein, schöne, schlechte, du merkst einfach was du versÀumt und falsch gemacht hast.
    Übrigens, ich habe am ersten Tag 3 Distraneurin genommen, am zweiten 2, und am letzten eine. Das war's schon und hat mir gereicht um wieder normal zu sein.
    Und was du an Geld sparst ist super, in 10 Tagen sind das schon 50 Euro, geil. Das werd' ich ab jetz fĂŒr sinnvolle Dinge ausgeben. Wieder so sein wie vor halben Jahr.
    Kein Dummgelaber mehr und sich auf die tollen Sachen des Lebens konzentrieren.
    Freu' mich fĂŒr euch beide. Wir machen alle Fehler, einige mehr, so wie ich, aber dafĂŒr weiss ich auch, wie man es schön haben kann.
    Viele GrĂŒsse an euch


    Liebe Freunde und die, die sich auch von ihrer Sucht befreit haben!
    Es ist ein Tag der Freude !!!
    14 Tage kein Tropfen Alkohol. 2 Wochen in der Freiheit von Seele, Körper und Geist !!!
    Lasst uns feiern, mit Energy Drinks wie Red-Bull, Bullit, und und und...
    Es ist so geil in den Markt zu gehen, und die VerkÀufer/innen schauen mich fragend an, als ob ich was vergessen hÀtte, wenn kein Alkohol dabei ist.
    Dann grinse ich verschmitzt und sag, "So das ist alles".
    Und dann grinsen einige zurĂŒck, ich interpretiere es so, daß sie sich freuen, daß man kein Alkohol mehr trinkt.

    Heute ist Feiertag, liebe Freunde
    :crazy::herz::king::klatsch::loewe::kus:

  • Hallo Freunde der SuchtbekĂ€mpfung,
    wie beim Abnehmen schaffe ich es auch hier, der Tag kann nicht genug Stunden haben. Sonst war's die letzten Monate so, daß du die erste TageshĂ€lfte damit verbringst die Stunden zu zĂ€hlen bis es endlich SpĂ€tnachmittag ist, oder Abend.
    Ich war heute mit dem Auto einkaufen um Oma zu versorgen und den kleinen Rest Nahrung, Kippen und Energy fĂŒr mich. Und meistens kaufe ich bei dem Markt ein, wo ich vorher mein Alkohol kaufte.
    Du wirst teilweise richtig angelacht, weil die Leute sehen wie gut es dir geht ohne den Dreck. Man sieht besser aus und strahlt das positiv aus.
    Es ist herrlich.
    Ich kenne das GefĂŒhl schon seit ich 16 Jahre alt war. Damals hab ich zwar so gut wie gar kein Alkohol getrunken, aber auch QuantensprĂŒnge im Leben gemacht, mit Sport, Super8-Filmen, Bock fahren, Schule, so etwas sollte jeder mal erleben.
    Es ist nur geil. Ich werde zwar ohne Alkohol leben, aber habe vor trotzdem cool zu bleiben...lach...grins...
    Es gibt so schööööne Dinge, die das Leben zur Ekstase werden lassen.
    Jiiipppiiiieee Yeeeaaa....
    Schon fast 2,5 Wochen und ich tu' Eisen fressen, wer mal im Gym war, weiß was das heisst...Arbeit zum Sport gemacht, mit einem Minimum an Nahrung und FlĂŒssigkeitszufuhr. Ist zwar net ungefĂ€hrlich, aber umso effizienter.
    Viele GrĂŒsse an alle


    Und Vögel muss man fliegen lassen: Flieg' Vogel flieg... :vogel:

  • Hallo Freunde!
    Gestern hab' ich am Ende ein Smiley in den Beitrag gedrĂŒckt und dazu geschrieben:
    Und Vögel muss man fliegen lassen: Flieg' Vogel flieg... :vogel: <<< aber wir sehen eindrucksvoll, das arme, kleine, Vögelchen kann zwar abheben, doch es kommt nicht weg, es landet immer wieder.
    Schön...ich wĂŒnschte das reale Leben wĂ€r' auch so schön...


    Bei mir lĂ€uft alles wie am SchnĂŒrchen. Beim DurchblĂ€ttern der Werbezettel von den SupermĂ€rkten fiel mir auf, daß ich nicht mal bei der Alkoholwerbung hĂ€ngenbleibe. Wisst ihr, wie im Markt selbst gehe ich dran vorbei und hab' höchstens ein mĂŒdes GĂ€hnen ĂŒbrig.
    Es ist der Wille, der uns alle starkmacht!
    Jeder kann das auch!
    Es ist so einfach!


    P.S.: Hab gestern die nach RĂŒcksprache mit O2 erfahren, daß die HĂ€lfte der großen Rechnung schon vorletzte Woche beglichen wurde und wir nur die HĂ€lfte zahlen mĂŒssen. Tolle Nachricht. Die Rechnung zahl ich gerne allein.
    Beim Schauen in die IP Adresse in der Fritz-Box stellte ich gestern nebenbei fest, daß unser DSL Anbieter nun O2 ist, lach...
    Muss ich rĂŒckgĂ€ngig machen, denn O2 will ich nur fĂŒr die UTMS Sticks fĂŒr unterwegs nutzen. Mann, Mann, Mann, was hab' ich die letzten Monate im Nebel des Alkohols nur fĂŒr einen Mist gemacht. Das merkt man leider erst hinterher. "Gute Frage, nĂ€chste Frage"...
    Liebe GrĂŒsse
    :rose:

  • Habe heute eine traurige Nachricht mitgeteilt bekommen. Aber da es um einen Verwandten von einem Mitglied aus dem Forum geht werde ich nicht darĂŒber schreiben. Schließlich muss man auch nicht alles veröffentlichen. Jedenfalls tue ich es nicht um die PrivatsphĂ€re der Person zu wahren.
    Egal wie schlimm die Welt und unser Schicksal auch sein mag. Menschen mit Suchtpotential sind gerne geneigt dies als Grund zu nehmen sich mit dem Rauschmittel ihrer Wahl das schlechte GefĂŒhl, den tĂ€glichen Stress, oder einen Mißerfolg wegzudröhnen.
    Ich bin stark!
    Deshalb werde ich die traurige Nachricht nicht mit Alkohol kompensieren.
    Es ist 23 Uhr, vor fast genau 12 Stunden hab ich die schlimme Nachricht empfangen, habe geweint, auch gebetet, aber "gesoffen" habe ich nicht!
    Und werde es auch nicht.
    Es sind heute genau 2,5 Wochen ohne Alkohol.
    Darauf bin ich stolz und das ziehe ich gerne durch.
    Habe nicht mal mehr schwitzige HĂ€nde, wenn neben mir Leute Alkohol trinken. Ich bleibe bei meiner Spezi, oder wenn ich zuhause bin, beim Energydrink. Darauf bin ich stolz.
    Gute Nacht...und an Unbekannt: Laß' die Traurigkeit, den Schmerz, ruhig raus, es ist gut so und hilft dir mehr, als krampfhaft stark zu sein. WĂŒrde jetzt gerne helfen, dich in den Arm nehmen.
    Alles Gute Euch allen - Cosirex Freunde helfen sich

  • Hallo liebe Anti-Alkoholiker!
    Ich freue mich auf Morgen, denn dann gibt's wieder ein Freudentag. Denn Morgen habe ich die 3. Woche ohne Alkohol durchgezogen.
    Naja, richtige Freude kann ich nur kurzfristig empfinden, ich trauere mit meinem Schatz um ihre geliebte Mama. Das lĂ€sst die Welt so trostlos und leer sein. Man weiss, man kann nie wieder mit dem geliebten Menschen reden und lachen, sich freuen, manchmal auch streiten, was auch irgendwo schön sein kann. Es ist die Gewissheit, daß alles ein Ende hat.
    Ich will es im Moment gar nicht verstehen, aber das zu spĂŒren sticht tief ins Herz hinein. Nehme dich in den Arm und stehe dir bei.
    Ich wĂŒnsche meiner SĂŒssen viel Kraft und StĂ€rke in diesen Tagen. Die Kinder werden Trost sein, und ich stehe bereit zu helfen wo ich kann.
    Diese Schmerzen muß man aushalten und die GefĂŒhle rauslassen.
    Ich steh' Dir bei...

  • Heute feiere ich ohne Alkohol, aber ich feiere, denn ich bin jetzt ĂŒber 3 Wochen ohne Alkohol.
    Ein wunderbarer Tag !!!
    Das hast Du ausgelöst! Denn ohne Dich wÀre der Absprung nicht so schnell und konsequent von statten gegangen.
    So, freue ich mich.
    Ein wunderschönes Wochenende wĂŒnsche ich Euch allen...
    Viele GrĂŒsse


    :del::fisch:

  • Liebe SuchtbekĂ€mpfer des Alkohols!
    Will euch grad mal was wichtiges berichten. Es gibt ja Tage in unserem Leben, die einen runterziehen bis zum geht-nicht-mehr. Solch ein Tag war heute.
    Ich war auf der Beerdigung einer Bekannten. Jedenfalls ist ein Mensch gestorben,
    dem ich in kĂŒrzester Zeit auf geheimnisvolle Weise sehr nahestand und jemand der
    mich faszinierte und sofort angenehm ĂŒberraschte.
    Jeder, fast jeder, könnte stumm nickend akzeptieren, daß dies einer der Momente ist,
    wo das Trinken fast von jedem legitimiert und entschuldigt wird. Nach dem Motto "Wenn
    jemand stirbt aus dem nahen Umfeld, dann ist es doch okay mal einen zu Trinken.
    NEIN !!! Das ist es nicht !!!
    Auch heute sagte ich wieder "Nein" zum Alkohol, und das sogar mit einer festen Bestimmtheit.
    Es gibt keine GrĂŒnde! Man kann sich jeden Tag GrĂŒnde schaffen um aus der RealitĂ€t zu fliehen. Es gibt gute GrĂŒnde und schlechte GrĂŒnde. FĂŒr mich gibt es gar keinen Grund.
    Ich will Leben und dazu mein Leben positiv gestalten, das Leben leben, mit den Menschen die ich liebe.
    Dadurch wirst Du auch jeden Tag ein StĂŒck stĂ€rker. Jedes einzelne "Nein" das man zum Trinken sagt, macht Dich stĂ€rker. Der heutige Tag ist schon 40 Minuten rum, heute wird zu gestern. So kann ich jetzt auch wieder sagen, ich hab das "Nein" erneut mit einem LĂ€cheln auf den Lippen geschafft, genau da, wo fast jeder "Ja" sagt.
    Hey, Leute, es tut sooo gut "Nein" zu sagen.
    Das habe ich gestern auch zu etwas anderem gesagt, das war kein Alkohol, sondern eines von vielen anderen Suchtmitteln.
    Zweimal "Nein" ist besser als einmal "Ja" und alles andere!
    :king::loewe:

  • Seid gegrĂŒsst, liebe Freunde des Alkohols und denen, die keine Lust mehr haben Alkohol zu trinken, oder dies schon lange nicht mehr tun.
    Heute habe ich die WochenhĂ€lfte mit einem Tag ĂŒberschritten, so sind es nun 3,5 Wochen, die mir viel Lebensfreude und GlĂŒck wiedergebracht haben.
    Ich freue mich sehr endlich wieder cool und normal zu sein, das Leben so zu fĂŒhlen wie es ist.
    Kein schlechtes GefĂŒhl, wenn mir der Alkohol fehlt, und noch weniger ein schlechtes GefĂŒhl, wenn man ihn dann trinkt, weil man wusste, daß man schon wieder einen Tag Leben verloren hat.
    Trotz der Trauer in unserer Familie und in den Gedanken ĂŒber die Menschen um mich herum freue ich mich einfach diese GefĂŒhle ĂŒberhaupt zu spĂŒren.
    Denn Rauschmittel, egal welcher Art, entfĂŒhren uns zwar kurzfristig aus der RealitĂ€t, wenn sie aber selbst zur tĂ€glichen RealitĂ€t gehören, fĂŒhlen wir auch nichts mehr vom Rauschmittel, zumindest viel weniger.
    Deshalb spreche ich gerne von einer Hyper-RealitÀt in die viele Menschen kommen, wenn sie von ihrem Suchtmittel entwöhnt sind.
    Man lebt dann in einer Form, in der man auch wieder nicht man selbst ist, sondern das ganze Leben viel zu verbissen sieht, man ist gefangen in den Gedanken
    jetzt alles anders machen zu mĂŒssen.
    Viele verlieren dabei ihren Lebensmut und ihre Lockerheit, fĂŒr letzteres nehme ich gern das Wort "Coolness". Deshalb ist es schön dabei Menschen um sich zu haben,
    die nicht den psychischen Druck verstÀrken, sondern mit dem Menschen trotz seiner HyperrealitÀt annÀhrend so umgehen wie sonst auch.
    Hier im Cosirex Forum können wir offen ĂŒber die HyperrealitĂ€t beim Alkohol -und Drogenentzug sprechen. Viele, die das nicht kennen, wird es helfen.
    WĂŒnsche euch allen StĂ€rke und Konsequenz bei dem was ihr tut.
    Euer Bauch und vor allem euer Herz wird euch sagen was richtig oder falsch ist.
    Liebe GrĂŒsse

  • Party onnnnnn...


    Heut' ist der Tage der Tage!
    1 Monat ohne den lÀstigen Alkohol, der dumm macht und nix bringt!
    WĂŒrden meine Lieben da sein, wĂ€re ich der glĂŒcklichste Mann der Welt.
    Aber auch ohne Beziehung werde ich mich freuen, in Gedanken mit einer tollen Frau, etwas tolles unternehmen, oder einfach real Essen gehen.
    Auch wenn mich die DiĂ€t ein Tag zurĂŒckwirft.
    Hurraaaaaaa....ich hab's endlich geschafft, nach einem Jahr in völliger Dummheit und geistiger, moralischer Umnachtung. Verzeiht mir, daß ich jetzt erst wieder der alte bin, und dazu noch jeden Tag leichter...

    Wilhelm Busch wĂŒrde sagen: "Und der zweite Monat folgt sogleich..."

  • Es ist vollbracht! Ich danke Gott, der mir durch die InitialzĂŒndung zu
    diesem Erfolg verholfen hat.
    ENDLICH DER ERSTE MONAT OHNE ALKOHOL ! ! ! ! ! !
    FĂŒhle mich körperlich sauwohl. Auch weil ich so rasant an Gewicht
    verliere. So gesehen habe ich zwei super Erfolge zu feiern.
    Er hat etwas wunderbares auf den Weg gebracht und ist immer da.
    FĂŒhle KrĂ€fte, die mir noch vor kurzem unmöglich erschienen.
    Jetzt mit 15 Kilo weniger und klarem Verstand und Kraft
    geht umso viel mehr.
    "A Penny for your thoughts, my dear." Letzteres ist von "Marillion",
    aus dem Lied "Lavanders", das Album hatte ich, nee....hab' ich noch, nach fast 30
    Jahren in dem schwarzen SchrÀnkchen.
    Achja, die WaschkĂŒche hab' ich heut auch geputzt und den Lappen dann entsorgt.
    Man kann alles so vieles schaffen, wenn man Kraft, Willen, Geist und Seele bĂŒndelt...
    Habe und brauche nicht's als Liebe, denn Liebe ist wunderschön...
    Viel Erfolg, ihr da draussen in der Nacht. Ihr schafft das auch !!!


    :super:

  • GlĂŒckwunsch, Duke!
    Das klingt großartig! Und ist, obgleich es vor allem deinem Wohl dient, eine tolle LiebeserklĂ€rung an deine Freundin oder zumindest ein wunderbares Bekenntnis zur Liebe selbst, die es dir wert ist, gegen die Sucht den Kampf aufzunehmen. Machst du wunderbar, viel Kraft weiterhin! Aber die wĂ€chst ja tĂ€glich und somit wirst du immer stĂ€rker.

  • Vielen Dank, lieber Wallenstein,
    fĂŒr deine anerkennenden und mutmachenden Worte, das tut gut zu hören. Aber was ich noch beeindruckender finde ist der Stil mit dem du schreibst. Du kennst dich menschlich gut aus, und auch auf das Thema bezogen, triffst du voll ins Schwarze.
    Es ist nicht leicht, und an Liebe und Bezeihung ist nichts mehr da, jedenfalls zur Zeit. Ich kann jedem nur vorleben wie schön es ohne Rauschmittel ist. Echt toll, dein Beitrag. Super.
    WĂŒnsche dir auch alles, alles Gute.

  • Hurraaa, und wieder eine halbe Woche mehr, die mich vom Alkohol trennt. Danke Gott, daß Du mir geholfen hast, mir dieses GlĂŒck zu schenken.
    Deshalb will ich dieses GlĂŒck auch weitergeben und anderen helfen das gleiche zu tun.
    Die ersten Schritte muss jeder fĂŒr sich alleine tun, denn man tut es stets fĂŒr sich selbst, danach tut man es fĂŒr die Beziehung, Kinder, Freunde, fĂŒr wen auch immer.
     :del:

  • 7 Wochen ohne Alkohol !!!


    Und wieder habe ich eine neue Woche ohne einen Tropfen Alkohol gemeistert. Es ist sooo einfach, wenn man die ersten drei Tage hinter sich hat. Denn dann ist nur noch WillensstÀrke, Konsequenz und Kraft die uns weitertreibt clean zu bleiben und mit einem LÀcheln im Gesicht jeder Aufforderung Alkohol zu trinken entgegenzutreten.
    Wir begegnen uns auch ohne Alkohol viel netter, cooler sind wir auch ohne Alk, dessen bin ich mir absolut sicher, die paar wenigen Jahre der Sucht haben mir das eindrucksvoll gezeigt.
    WĂŒnsche jedem Kraft und StĂ€rke sich von allen negativen SĂŒchten dieser Welt zu trennen.

    "Wer sein Leben zu erhalten sucht, der wird es verlieren; und wer es verlieren wird, der wird es gewinnen." (Lukas 17, 33)