Mensch und Zeit

  • das Leben, ist ein Wimpernschlag,
    in der Unendlichkeit.
    Und jeder Mensch auf dieser Erde,
    hat seine Spanne Zeit!


    Wie groß sie ist, wie lang sie dauert,
    das bleibt uns stets verborgen.
    Und immer taucht die Frage auf,
    gibt es noch ein Morgen?


    Darum nutze die Zeit, die dir gegeben,
    bevor das Licht der Augen bricht.
    Denn deine Zeit ist vorbestimmt,
    die Karten sind gemischt.


    Ob kurz, oder lang, du weißt es nicht,
    darum genieß das Leben.
    Denn irgendwann, ist es vorbei,
    es wird kein Zweites geben.


    Das Lebenslicht es strahlt voll Kraft,
    behütet vom Gefatter.
    Er hütet es, bis es verlischt,
    so wird es langsam matter.


    Wie er es regelt, wann er es löscht
    das macht ihm keine Not.
    Denn er hat alle Zeit der Welt,
    es ist Gefatter Tod !!!


    © Helmut Becker


  • Eindrucksvoller Reim über die Endlichkeit des Seins, unsere Möglichkeiten und Chancen das Beste aus dem Leben zu machen.
    Gevatter Tod ist allgegenwärtig. Manchmal kommt er unverhofft aus heiterem Himmel ohne Vorwarnung.
    Helmut, dein Gedicht steht wie eine Paradebeispiel für das grausame Schicksal am gestrigen Tage, an dem du dein Gedicht im Cosirex Internet veröffentlicht hast. Denn vor nur genau 12 Stunden, oder andersrum 10 Stunden nach deinem Posting ist hier in Berlin ein schrecklicher Mord passiert.
    Um 23.45 Uhr Ortszeit schubste ein Mann unvermittelt eine nur 20-jährige Frau am U-Bahnhof Ernst-Reuter Platz vor eine einfahrenden U-Bahn. Die junge Frau war sofort tot. Der Mann selbst konnte bereits in der Berliner U-Bahnstation Ernst Reuter Platz festgenommen werden und wird derzeit noch von der Polizei verhört.
    Ein zutiefst tragisches Schicksal. Eine junge Frau, fast noch ein Teenager und Kind unvermittelt aus dem Leben gerissen, ein Leben, das noch nicht einmal richtig begonnen hatte.
    Nun, traurige Schicksale gibt es jeden Tag und überall auf der Welt. Es ist im statistischen Denken unserer Zeit nur eine Randerscheinung.
    Vielleicht sollten wir deshalb genau das tun, was du uns in deinem Gedicht ans Herz legst und mit auf den Weg gibst, lieber Helmut. Nämlich einerseits den Tag nutzen, bewusst leben, besonders in der Gemeinschaft mit anderen Menschen Beziehungen pflegen, uns in der Realität austauschen, nicht nur in sozialen Netzwerken. Andererseits unsere Beziehung zu unserem göttlichen Schöpfer aufbauen, in das Gute seiner Existenz und damit unserer aller Existenz vertrauen und damit unsere Seele stärken, aufblühen lassen, die uns auch in Körper und Geist gesund hält. Dadurch vergessen wir auch nicht, daß es ein Leben nach dem Tod gibt und unser Sein und Dasein keine Laune der Natur ist, sondern ein teil des göttlichen Plans vom Universum bis zum kleinsten Teil des Atoms.
    Schicksale waren stets und immer hart, unbegreiflich, und scheinbar sinnlos, auch in meinem Leben kam und komme ich immer wieder an den Punkt des Zweifelns und der Verzweifelung. Aber der Glaube an den Sieg des Guten und an den Sinn allen Seins erweckt Stärke und die Bereitschaft neue Wege zu gehen. Das liegt in der Natur des Menschen, seit es Menschen gibt.
    Danke für dein gedicht, lieber Helmut.

  • Mir gefällt dein Reim auch sehr gut Helmut. Du schreibst Gedichte mit viel tieferen Sinn und regst damit die Menschen zum Nachdenken über ihr Dasein und Leben an.
    Freue mich über jedes neues Gedicht von dir.
    Gruss :)

    Lasse nie zu, dass du jemand begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
    Mutter Teresa