Was ist ein Fetisch? Das ist Fetischismus!

  • Man unterscheidet zwischen sexuellem Fetisch und magischen Fetisch.
    Im wesentlichen besteht ein Fetisch in der Verehrung von GegenstĂ€nden, bzw dem Glauben, daß bestimmte GegenstĂ€nde von besonderer Kraft und Magie behaftet sind.
    Beim sexuellen Fetisch lösen bestimmte GegenstĂ€nde, Körperteile oder Verhaltensweisen sexuelle Stimulation aus. So zum Beispiel erregen FĂŒsse beim "Fuss Fetisch" einige Menschen. Bei ihnen geht von FĂŒssen und alles was sich um FĂŒsse dreht eine besondere Faszination aus.
    Ebenso verbreitet ist der Sado Maso Fetisch, in dem es um Dominanz und Unterwerfung von sich selbst und dem Partner ausgeht. Oftmals fĂŒhren diese Spiele in Grenzbereiche menschlichen Verhaltens, es geht um Macht, sie sich zwar oft in sexuellen Bereichen abspielt, jedoch meist gar keinen sexuellen Hintergrund hat. BDSM ist die Auslebung von bizarren Macht und Unterwerfungsritualen, die einen nennen es "abartig" und "nicht normal", andere wiederum sehen in diesen Fessel und Folterspielen die höchste Auslebung ihrer menschlichen MachtgefĂŒhle.
    Ebenso gibt es den Klinik Fetisch, indem es um die Macht von Schwestern und Ärzten ĂŒber den Patienten geht. Grade im asiatischen Raum sind viele MĂ€nner von den Klinikfantasien beseelt. Stark vereinfacht könnte man es Doktorspiele fĂŒr Erwachsene nennen.
    Dabei ist es wichtig zu erwĂ€hnen, daß bei allen Arten des Auslebens von Fetisch-Phantasien die Bandbreite vom puren Anschauen und BerĂŒhren der verehrten Körperteile und GegenstĂ€nde bis hin zum schmerzhaften Ausnutzen der besagten Fetisch Utensilien.
    Ein wunderbares Beispiel hierfĂŒr ist der Sado-Maso Fetisch. Egal in welcher geschlechtlichen Rollenverteilung die Menschen ihren Fetisch leben, es kommt stets darauf an, sein GegenĂŒber gnadenlos zu unterwerfen, zu erziehen, zu demĂŒtigen und vor allen Dingen zu bestrafen. Die Bestrafung reicht vom schlichten FĂŒhren eines Tagebuches ĂŒber alle TĂ€tigkeiten, Gedanken, SehnsĂŒchte, WĂŒnsche etc bis zur Bestrafung durch ZĂŒchtigung per Hand, Peitsche, Gerte, Rute, Rohrstock, Teppichklopfer, Schlauch, und vieles mehr.
    Diese Art des BDSM Fetisch wird oft sogar vor Publikum bei sogenannten Sessions ausgefĂŒhrt, ein vielgesehenes Bild dafĂŒr ist eine devote Sklavin mit am RĂŒcken gefesselten HĂ€nden vor ihrem erbarmungslosen, unnachgiebigem Herrn, der sie hart, aber dennoch voller Respekt fĂŒhrt und sie dienen lĂ€sst.
    Der Meister/ die Meisterin hat ungebrochene Macht ĂŒber den Sklaven, Diener, Knecht, Magd und gebietet sie mit strenger Hand, jegliches Aufbegehren wird sofort im Keim erstickt, Kompromisse gibt es nicht, doch trotzdem wird beim magischen Wort "Stop" die Session sofort unterbrochen. Wer sich in der BDSM Szene nicht an das "magische" Wort "Stop" hĂ€lt gilt als "schwarzes Schaf" und wird verpöhnt.
    Fessel-Fetisch ist oft Teil des BDSM Fetischs, aber immer öfter als eigenstĂ€ndiges, unvermischbares Handeln zu verstehen. Es gibt FesselkĂŒnstler die ihre Sessions einzig auf die verschiedenen Fesselvarianten konzentrieren, Sado-Maso hat keinen Einfluss auf die
    Veranstaltung, es wird nur die Kunst des Fesselns und sich fesseln zu lassen gelelebt.
    DemnĂ€chst noch mehr dazu...es ist jeder eingeladen meine AusfĂŒhrungen zu erweitern und zu vertiefen...

  • Im Grunde heißt Fetisch nur, dass man einem Gegenstand mehr zuschreibt, als er ist. So wird es zumindest in der Wissenschaft verwendet. Marx spricht zum Beispiel vom Fetischcharakter der Ware. Das bedeutet nur dass man einer Ware einen höheren Wert zuspricht, als sie eigentlich hat.