WordPress und Akismet ist eine schlechte Erfahrung

  • Angst als GeschĂ€ftsidee.
    Ein bekanntes Verhalten ist es Internetnutzer vor Gefahren zu schĂŒtzen nachdem man ihnen die Gefahr durch gezielte Angriffe anschaulich vor Augen gefĂŒhrt hat. Diese arglistige GeschĂ€ftsidee wird von Menschen weltweit immer wieder gerne benutzt. Nebenbei ist das auch ein Verhalten daß man seit Jahrhunderten kennt, besonders im Mittelalter wurden gerne Kleinstaaten beschĂŒtzt nachdem man sie erstmal anonym oder offen angriff um Angst zu schĂŒren.
    Selbst Microsoft steht unter dem Verdacht jahrelang gezielt Verwundbarkeiten erzeugt zu haben, um das GeschÀftsmodell "Schutzprogramme" effektiv zu nutzen. Heute wird sowieso gerne aus dem "Nichts" Kapital generiert. Wir werden den hohen Preis bald teuer bezahlen, wenn wir durch den globalen Zusammenbruch der Wirtschaft unseren Fortschritt und vielleicht sogar die Zivilisation verlieren. Aus nichts kann und darf man langfristig kein Kapital erschaffen.
    Das ist meine persönliche Meinung.


    Akismet ist eine Niete
    "ÜberfĂŒhrt" und "Erkannt" ist die einzige richtige Bezeichnung fĂŒr mein Ausflug zu WordPress und genauer Akismet. Beide Unternehmen arbeiten laut Wikipedia Hand in Hand ein Teil der fĂŒhrenden Mitarbeiter von WordPress haben Akismet gegrĂŒndet oder arbeiten fĂŒr diesen Anti-Spam-Dienst.
    Seit vielen Jahren besitze ich eine Topleveldomain als Webseite und hatte dort auch nie Ärger mit Spammern, obwohl ich wie gesetzlich vorgeschrieben ein Impressum mit einer dort eingetragenen Emailadresse eingerichtet habe.
    Soweit der Rahmen meiner Beobachtungen. Vor 8 Wochen traf ich die Entscheidung meine Internetseite mit dem CMS (Content Management System) WordPress betreiben zu wollen. Schließlich hört man allerorts viel Gutes von WordPress, die Software ist modern, aktuell, webkonform, vielseitig realisierbar und wird von Millionen Webseitenbetreibern weltweit verwendet.
    Gesagt, getan. Die Installation war nach weniger als 5 Minuten abgeschlossen, wie es von den Herstellern propagiert wird. Alles gut, alles wunderbar.
    Nach der Installation wunderte ich mich dennoch, daß gleich ein Anti-Spam-Anbieter mit von Bord ist, aber das spricht augenscheinlich erst einmal fĂŒr die QualitĂ€t des Produkts WordPress. natĂŒrlich schaute ich mir sofort die Dokumentation von Akismet an, Millionen Spammer treiben ihr Unwesen und hier hat man den perfekten BeschĂŒtzer gleich mitgeliefert. Der Kostenplan kann individuell selbst gewĂ€hlt werden von 0 bis ĂŒber 100 Dollar. Ich stellte als privater Nutzer 0 ein und wurde aufgefordert mich einzuloggen. Da ich nicht registriert bin, hatte ich die Wahl zwischen dem Login ĂŒber WordPress.com oder mir einen Account auf Akismet.com zu machen. Da ich dachte es wird kein Fehler sein, Hilfe brauche ich eventuell sowieso, mache ich mir gleich einen Account bei WordPress, mit dem kann ich mich dann auch bei Akismet anmelden.
    Dank einer Vorahnung, oder eines GefĂŒhls, ich kenne die Prozesse im Internet von der Pike auf, vielleicht also auch ein Hauch Erfahrung, aktivierte ich das Akismet-Plugin erstmal nicht. Lange 5 Wochen nutze ich weder den Account von WordPress, noch den zugehörigen Dienst Akismet. Es kam ja im Bundle daher, zu deutsch als Softwarepaket. Wichtigste Devise und Vorsichtsmaßnahme im Internet: Erstmal schauen, nie gleich irgendwas machen oder nutzen, schon gar nichts bezahlen. Außer es geht um Leistungen die so gut ausdokumentiert und vertrauenswĂŒrdig sind, daß man sie bedenkenlos sofort bezahlen und nutzen kann.
    Zu warten war genau die goldrichtige Entscheidung die auch hier meiner BeweisfĂŒhrung dient.
    Kurz zum Ende gebracht! In den 5 folgenden Wochen hatte ich keine einzigste Registrierung auf meiner Webseite, und damit auch keinen einzigsten Spam-Beitrag oder Spam-Kommentar! Kein Spam in den 5 Wochen vor der Aktivierung von Akismet!
    Nach 5 Wochen aktivierte ich das Software Plugin Akismet, aber ohne den Code anzufordern und einzugeben. Das ist wichtig auszudrĂŒcken, sozusagen von elementarer Bedeutung. Ich aktiviere die Software, ab diesem Moment erfĂ€hrt der Anbieter Akismet, ich nutze meine WordPress-Webseite mit seinem Plugin, das ich jedoch (noch) nicht freigeschaltet habe. Denn es findet ein Datenaustausch zwischen dem Plugin auf meiner WordPress-Webseite und den Akismet Servern statt, den man auch durch ein Tracing Programme deutlich erkennen kann.
    Akismet weiss jetzt also "Achtung! Da ist ein Nutzer, eine Webseite, mit aktiviertem Plugin, aber schutzlos, da das Plugin erst nach der Code-Verifizierung vor Spam schĂŒtzt.
    Der Himmel brach ĂŒber mich herein... Ab diesem Moment der Aktivierung ging es auch schon los. Ein Angriff wie im Krieg. Aus dem anonymen Hinterhalt des WWW schlugen die Granaten alle 5 Minuten ein. Ohne Ende. Ein Gewitter in meiner Datenbank. Alle 5 Minuten registrierte sich eine Fake oder Bot Yahoo-Mailadresse, zufĂ€lligerweise genau die erste setzte ein Spam-Kommentar in meiner Webseite ab, die anderen auf geheimnisvolle Weise nicht.
    Kurz zusammengefasst: Akismet spammt selbst. Durch dieses Live-Experiment kann außer Zweifel und genau nachvollzogen werden wie das System funktioniert. Nach dem Heuschrecken-Prinzip. "Willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den SchĂ€del ein". Das Wort "Bruder" darf hier durch "Kunde" ersetzt werden. Ich denke das Akismet-Prinzip funktioniert so, in der Regel machen es neue WordPress-Nutzer so, sie aktivieren aus Angst vor Spam ihr Produkt sofort. HĂ€tte ich nicht 5 Wochen gewartet und es gleich aktiviert, dann wĂ€re der Spam sofort ĂŒber mich hereingebrochen. Aber es geht darum, den Nutzern durch das Spammen zu deutlich zu suggerieren wie gemein die bösen, bösen Spammer doch sind, gleich nach dem Einrichten von WordPress wird die Seite mit Registrierungen vollgeballert. Großer Fehler von Akismet: Sie nehmen fĂŒr ihre Angstmacher-Strategie immer den gleichen Mailanbieter, nĂ€mlich Yahoo. Auf dunklen Internetseiten kann man Yahoo-Mailadressen im 1000er Paket zu Billigpreisen kaufen, das sind noch die Überbleibsel aus dem Yahoo Boom vor 10 Jahren, diese Fake-Mails wurden auch damals schon zum Spammen benutzt, oder um im Yahoo Chat mit "Kickprogrammen", "Flutern", und "Passwort-Crackern" ihr Unwesen zu treiben. Woher ich das weiss?
    Ich kenne solche bösen Jungs aus allen Kontinenten, weil ich damals weltweit in Yahoo Chatrooms unterwegs war. Ein globales Problem, komischerweise auch bei den bösen, bösen WordPress Spammern. Könnte auch hier eine interessante Spur zu einer seltsamen Verbindung sein. Damals Yahoo heute ein neues GeschĂ€ftsfeld?. Auch frĂŒher wurden genau solche Spam-E-Mail Adressen in Yahoo genutzt, seltsamerweise heute in Akismet.



    VerdÀchtig!
    Damals gab es auch in Yahoo kostenpflichtige Schutzprogramme von Privatpersonen vor diesen bösen, bösen Booter-Programmen, bei denen oft die vermeintlichen BeschĂŒtzer gleichzeitig auch die heimlichen Angreifer selbst waren. Angst als GeschĂ€ftmodell. In der Politik, Diplomatie, MilitĂ€r, Geheimdienste kennt man das ewig, Angst kĂŒnstlich zu erzeugen "Die bösen, bösen Russen. der böse, böse Putin. Der böse, böse Fidel Castro." Mein Gott, ich bin nicht einmal Kommunist, sondern mein Leben lang propagiere ich den freien Kapitalismus. Doch der ist das El Dorado fĂŒr Abzocker und BetrĂŒger geworden.
    Ja, das ist freie Marktwirtschaft.
    Solche BetrĂŒger werden in der Wirtschaft teilweise sogar fĂŒr super schlau gehalten. Menschen vor sich selbst als Angreifer zu beschĂŒtzen.



    ZurĂŒck zu Akismet.
    Definitiv begann nach 5 Wochen der Ruhe genau in dem Moment der Aktivierung des Produkts der Spam-Überfall auf meine Seite. Eine deutliche und gnadenlose Sprache. Als ich mich dann von WordPress und gleichzeitig Akismet löschen wollte wird der Kunde erstmal in der Dokumentation als "Niete" ĂŒbersetzt fĂŒr das "Bummer" beleidigt. Es steht wirklich auf der Hilfeseite "Bummer!" als erstes Wort, was ĂŒbersetzt "Niete" bedeutet. das ist die Firmenphilosophie von Akismet, und dadurch wahrscheinlich auch von Wordpress. Wir ballern euch erst mal mit Spam zu, dann wissen auch alle Nutzer dass sie dringend einen Schutz vor dem Spam brauchen. Ein klare unmißverstĂ€ndliche Sprache.
    Mein Ausflug zu dem hoch geachteten, hochbewerteten, viel genutzten Wordpress hatte damit sein schnelles Ende gefunden.
    Persönlich bin ich niemand böse, ich denke auch WordPress vor allen Dingen war am Anfang und heute zum grĂ¶ĂŸten Teil auch noch etwas Gutes. Aber wie in vielen großen Unternehmen nisten sich ganz schnell kriminelle Elemente ein, oder FĂŒhrungskrĂ€fte die den Hals nicht voll genug kriegen wollen. Noch mehr Umsatz, noch mehr Gewinn, die Lust auf Millionen, besonders in der eigenen Tasche, verwischt vollends die Grenzen zwischen guter Firmenphilosophie und grenzenlosem Abzockermilieu.
    Übrigens, eh ich es vergesse: Man kann seinen Account, seine persönlichen daten wie die Email nicht löschen. Auch hier lĂ€ĂŸt das Anfangswort in der Dokumentation bei WordPress psychologisch tief schließen und verrĂ€t viel ĂŒber die unternehmensstrategie und wie mit Kunden umgegangen wird, nĂ€mlich arrogant und herablassend "However...(ĂŒbersetzt: "Warum auch immer"..sinngemĂ€ĂŸ folgend: ..können sie ihren Account nicht löschen".
    FĂŒr WordPress wĂŒrde ich mir wĂŒnschen sie jagen diese geldgeilen Spammer vom Hof und kehren zurĂŒck zu den AnfĂ€ngen, Menschen ein tolles, glanzvolles Produkt anbieten, und das respektvoll und ohne Hintergedanken.
    Ein Zeichen und schlechtes Beispiel wie sich gute Unternehmen zum Schlechten hin verÀndern.
    dann wĂŒrde ich auch wieder WordPress nutzen und sogar kostenlos dafĂŒr Werbung machen.
    Ich lasse mich nicht verarschen.
    ;)

  • Es ist schwer zu realisieren, was du hier geschrieben hast, Mensch. Aber gerade hier in dieser Gemeinschaft leben wir Demokratie, die Wortfreiheit, und die IndividualitĂ€t der Gedanken und Sinne.
    Persönlich habe ich auch schon Wordpress fĂŒr mehr als ein Projekt in Web verwendet, aber ich hatte nie solche extremen Schwierigkeiten die du hattest, aber es ist interessant was ĂŒberhaupt mit deiner Installation passiert ist. Ziemlich extrem, booaar...
    Soweit ich weiß gibt es unzĂ€hlige Firmen und Menschen die ihr Geld auf diese Weise verdienen, so wie du es beschrieben hast. Das ist die schlechte Seite des Internets ĂŒberhaupt. Ich glaube an Gott und ich hasse diese Philosophie. Geld durch Betrug und manipulierte Dienstleistungen zu verdienen ist eine steigende Entwicklung, wir mĂŒssen diesen Unsinn zu stoppen. Die Welt wird immer verrĂŒckt und niemand kĂŒmmert sich um die guten menschlichen Werte und Tugenden.
    Letzte Woche habe ich auf einer Website gelesen, Incredimail macht es genauso, Spam versenden um Spamschutz zu verkaufen.
    Diese Geldgier zerstört alles, es ist besser langsam zu atmen, klar zu denken, und sich in einem guten Weise zu verhalten.

  • Ich spĂŒre nur die Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit dieses Verhaltens und bin enttĂ€uscht. Obwohl alles so schön und einfach sein könnte. Die Gier ist allgegenwĂ€rtig und triebt uns in den Abgrund. Ich habe bereits alles gesagt.
    Habt einen schönen Tag
     :sonne:=O:super::apfel::hut: