Fiat G. 91 R/3 „Gina“

Fiat G. 91 R/3 "Gina"
Erdkampf- und Aufklärungsflugzeug


Hersteller: Fiat/Dornier


Besatzung: 1 Pilot


Triebwerk: 1 Bristol Siddeley Orpheus 803 mit 22,2 kN Standschub


Abmessungen:
Spannweite: 8,56 m
Länge: 10,10 m
Höhe: 4,00 m


Gewicht:
Leergewicht: 3.109 kg
Abfluggewicht: 5.670 kg


Flugleistungen:
Höchstgeschwindigkeit: 1.085 km/h
Dienstgipfelhöhe: 12.200 m
Reichweite: 2.200 km


Bewaffnung: 2 DEFA-Kanonen (30 mm), bis zu 1000 kg externe Waffen, 3x Vinten-Kameras


Erstflug: 20. Juni 1961



Die Fiat G. 91 war für 20 Jahre das wichtigste leichte Erdkampf- und Aufklärungsflugzeug der Bundesluftwaffe. Sie war das erste nach 1945 in der Bundesrepublik gebaute Strahlflugzeug.
Der Entwurf basiert auf einer NATO-Ausschreibung vom Dezember 1953. Das leicht zu wartende Fiat/Dornier Kampfflugzeug sollte auch von unbefestigten Feldflugplätzen aus operieren können. Als Standardkampfflugzeug flog sie allerdings nur in Italien und der Bundesrepublik. Auf
Wunsch der Luftwaffe entstand eine Aufklärerversion und die geplanten MG's wurden durch zwei Kanonen ersetzt. Die R/3 hatte eine stärkere Struktur, veränderte Unterflügelstationen und ein Dopplerradar. Von 1961 bis 1966 baute Dornier in Oberpfaffenhofen 294 Stück G. 91 R/3. Als erste Einheit erhielt das Aufklärungsgeschwader 54, das spätere JaboG 43, in Oldenburg den Jagdbomber. 1982 wurde die letzte Maschine ausgesondert. Einen Teil davon nutzte Portugal weiter und einige setzte der Condor Flugdienst im Auftrag der Bundeswehr als Zielkörperschleppflugzeug ein.
Das Museum hat drei G. 91 R/3. Wanderte die 32+15 (C/n 483) mit unterschiedlicher Kennung durch alle leichten Kampfgeschwader, so flog die 32+72 (C/n 542) nur bei der WTD-61 und dem LVR-6. Die 99 +12 (C/n 554) gehörte nach ihrer Zeit an der Waffenschule 50 zur Zieldarstellungsstaffel des Condor-Flugdiensts.

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