Was eine Krankenschwester nicht sagt! 😆

  • Lustige und ärgerliche Dinge, die im Krankenhaus passieren, aus der Sicht einer Krankenschwester:



    Das beste was mir je passiert ist: "Schwester, kommen sie mal her!"
    "Ja, bitte was kann ich für sie tun?"
    "Fühlen sie bitte meinen Puls, ich glaube ich bin tot !!!!" Dann habe ich die Hand an die Radialis gelegt und genickt. "Stimmt!" gesagt und bin gegangen.
    Oh, wie gemein, aber manchmal kann man nicht anders.



    Oder: "Ja, natürlich wasche ich Ihnen die Haare im Krankenbett, wenn der Arzt Ihnen versprochen hat, dass ich heute dafür Zeit habe ! ! !"

    ggggggrrrrrr



    "Natürlich ist es nicht unbedingt notwendig am Abend die Zahnprothesen zu reinigen bei ihrer nun schon dreimonatiger Zahnfleischentzündung und fortschreitender Parodontose...ich mach dass gern jeden Morgen für sie, denn es stinkt ja überhaupt nicht!!!!"


    Ich mag Patienten die vom Rauchen zurück ins Zimmer gehen und dann klingeln um sich eine Flasche Wasser oder die Urinflasche bringen zu lassen!!!!


    "Sie brauchen auch nicht mitzuhelfen wenn wir sie im Bett nach oben ziehen, unser Rücken ist schliesslich aus Stahl und hält ewig."


    Natürlich weiß ich sofort und immer welcher Patient das ist, wenn irgendwelche Angehörige nach Mutter, Vater, Onkel, Tante, usw. fragen!!!


    "Ja, natürlich gehe ich sofort los um Ihre Fernsehkarte aufzuladen!!! Warum sollte es auch ihre Tochter machen, die grade vor 5 Minuten gegangen ist und 2 Stunden da war!!!!"


    "Natürlich lassen wir Sie so lange nüchtern, weil wir sie schickanieren wollen, die OP hätte längst stattfinden können, es stehen eh nur Sie auf dem OP-Plan"...


    "Der Hypochonder aus Zimmer x ist heute verstorben - Na, nu' übertreibt er es aber"


    Patient ruft um 1 Uhr Nachts: "Schwester, bitte binden sie mich am Bett fest!"


    In der Ambulanz - "Da haben Sie aber Glück gehabt, dass sie heute noch gekommen sind, das wäre morgen spontan verheilt!"


    Nach dem der Patient 10 mal in 2 Stunden geklingelt hat, habe ich ihn gefragt: "Wer versorgt sie zuhause?" Patient sagt: "Niemand, ich kann mich doch selbst versorgen!!!" - Ahhhhaaa - Das sollte man verstehen.


    Ich habe mich zu Hause am Telefon schon mit Schwester x gemeldet, und oft wusste ich nichtmal, habe ich Dienst, habe ich frei, was für Dienst habe ich heute, was für Tag haben wir denn????


    Ja, das ist der kleine Wahnsinn aus meinem Alltag in der Klinik :doktor:

  • Lach. Das hast Du wunderbar sarkastisch und satirisch erzählt, Schwester Shakini, deinen verrückten alltäglichen Wahnsinn im Krankenhaus. Ich weiss wirklich, es geht so verrückt ab, die Patienten können rauchen gehen, aber sich ne Flasche Wasser holen, oder selbst runtergehen, die Telefonkarte aufladen, das können sie nicht. Zusatz: Im Rüsselsheimer GPR Klinikum ist es unten, neben dem Eingangsbereich, gegenüber der Caféteria. Direkt wo der Eingangsbereich ist, wo draussen davor der extra gebaute Raucherpavillion steht.
    Ja, toll, daß Du darüber geschrieben hast. Und die Geschichte mit dem Hypochonder ist super. Erzähl uns noch mehr aus deinem Klinikalltag. Denn es erfreut uns nicht nur, vielleicht lernen dadurch auch einige Menschen, wie schwer die Arbeit einer Krankenschwester und Pflegerin ist, natürlich auch männlicherseits als Pfleger. Und erst die Ärztinnen und Ärzte, was die mitmachen und sich anhören müssen.
    Bitte mehr dieser herrlichen Geschichten.
    Liebe Grüsse, lach....

  • Tja, Life ist Life, obwohl einiges davon wahrscheinlich gar nicht so lustig ist wie es sich anhört Da hört das Pflegepersonal noch ganz andere Sachen Ich habe schon Supervisionen gemacht mit Klinikpersonal oder ambulanten Pflegen und da kam so einiges hoch.

    Jumbo

  • Das war das Wort was ich letztens suchte, Jumbo, als ich von Therapie für Therapeuten sprach und dem harten Alltag bei euch. In der Therapie damals machten sie "Supervision" jeden Monat. Um den Druck nicht allzu sehr an sich zu lassen und den nötigen Abstand zu wahren, und um selbst wieder klar zu werden von den vielen unsagbaren Problemen die man als Therapeut täglich hört und ertragen muss.
    Danke, das war das Schlüsselwort von vor paar Tagen.

  • Eine klasse, lustige Impression aus dem Krankenhausleben. Herrlich. Hoffe du erzählst uns noch mehr davon. Kicher.


    Viele Grüße :thumbsup:

    Lasse nie zu, dass du jemand begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
    Mutter Teresa

  • Hier hier noch paar witzige Geschichten aus dem Alltag in der Klinik:

    Ich liebe's wenn Besucher auf den frisch bezogenen Nachbarsbett sitzen, auch mit verdreckten Hosen, oder noch besser, sie liegen sich noch hin, knabbern Chips und schauen TV
    Wo bleibt das Benehmen?


    Ich verstehe natürlich, dass sie alleine rumlaufen können, aber wenn eine Pflegekraft kommt, legen sie jede Eigenständigkeit
    Es ist toll, wenn mir Mitpatienten sagen, wie ich meine Patienten zu versorgen habe.
    "Ach, Schwester, geben sie mal der Frau etwas zu essen, sie kommt aus dem OP und hat bestimmt Hunger."


    "Schwester sie müssen mir auch noch den Intimbereich waschen, ich komme da nicht hin. Außerdem bin ich Privatpatient."
    Er hatte natürlich seine Erektion nicht unter Kontrolle.
    Aber Desinfektionsspray hat eine schöne Verdunstungs Kälte...da schrumpft alles....grins


    "Also Schwester, in der letzten Apothekenumschau stand das aber gaaaaanz anders."

    "Hilfe Schwester, mein Leber ist ins Klo gefallen!!!!!"
    "Nein Frau xy, dass war nur ein Koagel."....lach...


    "Schwester, können sie mir mein Penis einreiben?"
    "Ja, wieso denn?"
    Pat: "Der tut so weh, ich hatte da einen Container drin." (Katheter, meinte der Pat.)....lach...



    "Aber klar, beziehe ich täglich ihr Bett frisch, zu Hause machen sie das sicherlich auch täglich"...


    "Kein Problem, sie brauchen die Kopfhörer nicht abzunehmen wenn ich mit ihnen spreche, schließlich kann ich lauter sprechen und es wiederholen, was ich gesagt habe."


    Super finde ich, wenn Patienten das Zäpfchen in den Mund stecken und sich wundern, wenn sie Übelkeit und Erbrechen plagen und es nicht gewirkt hat, oder die Schlaftablette mit der Alufolie schlucken.
    Am nächsten Tag sagen sie: "Heute geben sie mir bitte andere Tablette, gestern habe ich mir den Hals beim Schlucken verletzt."


    "Schwester kann ich das Medikament in der Spritze schlucken? Weil ich solche Angst von Spritzen habe!"


    "Schwester, kommen sie eine halbe Stunde später, ich telefoniere jetzt mit meiner Freundin."

    Oder im Nachtdienst: "Schwester, haben sie auch so gut geschlafen?"

    :doktor:

  •  Sexuelle Nötigung? :teufel: Ja, für mich vielleicht ....aber gehört nicht zu den Standard-Abläufen. Ich glaube, wäre dir nicht so gut bekommen, oder stehst du auf solche harte Behandlung mit dem Desinfektionsspray? Ok, beim Intimrasur geht man etwas sanfter um, man will schließlich nichts verletzen...  :hahaha::hahaha::hahaha:

  • Neeee, das brauche ich dann wirklich nicht
    :neini2:
    War eher eine allgemeine Frage ob das "Gefummel" in bestimmten Bereichen zum Standard gehört
    Auf Desinfektionsspray stehe ich auch nicht. Wozu auch?
     :hae:


    J

  •  Das was Du als "Gefummel" nennst lieber Jumbo ist leider manchmal nicht zu vermeiden. Wenn ich Blasenkatheter legen muss, oder Verbandswechsel, OP-Vorbereitung und andere medizinisch notwendige Maßnahmen. Aber jeder Patient reagiert anders.
    Wir wissen uns zu helfen, zb.wir decken diesen Intimbereich mit Moltex ab, wenn möglich. Nicht das ein falscher Eindruck entsteht, keine Pflegekraft "fummelt" so aus Spass und es gehört nicht zur "Standard-Behandlung". Wir behandeln unsere Patienten mit Respekt und Würde.
    Und das mit dem Desinfektionsspray war nur Spaß und Gedanken Spiel...SORRY

  • Zu Respekt und Würde, was ich zumindest Dir und Eurer Abteilung zweifelsfrei abnehme und glaube, fällt mir jedoch die Sendung von gestern oder vorgestern ein. Er hat doppelte Bedeutung, lach. Oh, das "lach" nehme ich zurück. Da ging es um den Todesengel von Berlin. Die Schwester, die jahrelang Menschen getötet hat, sogar während ein Arzt Herzmassage machte, spritzte sie auf der anderen Seite ein tödliches Medikamente in den Katheterzugang. Aber es war nicht in der Charité, den Namen des Krankenhauses habe ich akustisch nicht verstehen können, sie wurde so um 2006 von aufmerksamen Kollegen, die sich über die häufigen Todesfälle in der Abteilung, und stets immer wenn diese Schwester Dienst hatte gewundert. So wurde sie entlarvt, verhaftet, und nach anfänglichen harten Leugnens verurteilt.
    Aber ich mag dieses wunderbare, lustige Thema nicht durch Horrorgeschichten schwärzen.
    Bitte mehr von Euren lustigen Geschichten, lach... :hahaha:

  • Super! Ich musste schmunzeln. Lustige, verrückte und nicht immer angenehme Geschichten aus dem Klinikalltag einer Krankenschwester, der vom alltäglichen Wahnsinn im Krankenhaus erzählt.  :D 



  • Neues aus dem Klinik-Alltag:


    Kerze im Arschloch

    Arzt fragt mit einem Grinsen: "Wie ist das denn passiert?"

    Patient: "Blöde Frage, sie können sich doch denken, daß ich mir beim Wichsen vor Geilheit die Kerze in den Arsch geschoben habe."

    Krankenschwester muss losprusten. Patient schaut sie grimmig an.

    Krankenschwester: "Entschuldigung, aber solche Ehrlichkeit sind wir hier nicht gewohnt."